Mein Vater war Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Brown Suisse. Mit  gezielter Stierenauswahl wurde ein rarer Milchviehzuchtbestand aufgebaut. Es  kamen zwei Kühe der gezielten Paarung als Krönung der Zucht heraus. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre als Landmaschinenmechaniker bei der  Service Company in Dübendorf, absolvierte ich ein landwirtschaftliches Lehrjahr  in Mönchaltorf.  Es war sehr lehrreich!  Vor dem ersten Winterkurs erkrankte mein Vater an einer unheilbaren Krankheit!  Nach neun Monaten hat er den Kampf verloren! Das  war ein sehr schwerer  Schock für uns alle!  Unsere Zuchttiere hatte mittlerweile einen Betriebsdurchschnitt von beachtlichen  90LP Milch mit sehr guten Gehalten und einer Besamungsrate von 1,1  Besamungen erreicht. Dies in einem Anbindestall mit Absperrgittern und vor 16  Jahren!  Jetzt war ich auf mich alleine gestellt und stellte mir die Frage; wie weiter?  Mit einem Kollegen wurde eine BG ins Auge gefasst! Beim Rechnen kam heraus  das ich einem Nebenerwerb hätte nachgehen müssen! Er wanderte nach Kanada aus und setzt auf die Karte Milch. Durch sein  zusätzliches Land wurde mein Betrieb zu einer Existenz. Da das Betriebsgebäude  mitten im Dorf lag drang sich die Frage auf; was nun? Ackerbaubetrieb,  Pferdehaltung, Milchwirtschaft?? Es stellte sich keine klare Antwort heraus.  Im Dorf konnte ich eine Tierhaltergemeinschaft eingehen, die 10 Jahre dauerte  und für mich etwas Zeit zum planen brachte.  Mit meiner damaligen Lebenspartnerin erarbeiteten wir das heutige  Betriebskonzept; Aussiedelung für Mutterkuh- und Pferdehaltung. Da sich das Bewilligungsverfahren sich über 5 Jahre hinzog, hatten wir viel Zeit  für die Detailplanung. Per Zufall sah ich Fotos die meiner Stallvision  entsprachen!! Angerufen, Stall angeschaut und zum Schluss gekommen, etwa so  sollte er aussehen! Da waren noch so grosse Kühe im Stall; Blonde d’Aquitaine!  Noch nie gehört. Im Internet machte ich mich schlau. Genau was ich suchte.  Etwas Spezielles, das nicht jeder hat und anspruchsvoll in Haltung und Fütterung  ist!  Ab sofort besamte ich all meine Milchkühe mit BD-Stieren.  Am 1 Mai 2003 gründete ein kleiner Haufen Fans den Rasseclub Blonde  d’Aquitaine Suisse, zu denen ich mich auch zählen durfte.  Am 1 Mai 2005  begann das jetzige Bauprojekt. Meine F1 BD-Rinderherde zählte  schon fast 30 Tiere. Am 17 November 2005 konnten die Rinder provisorisch ins  neue Heim einziehen. Per 31. Dezember des gleichen Jahres stellte ich die Milchproduktion ein Den  grössten Teil meiner Tiere und des Milchkontingentes verkaufte ich an meinem  Partner der Tierhaltergemeinschaft.  Jetzt wird die Herde fleissig vergrössert experimentiert und gerechnet.  Das Ziel ist eine reine BD-Zuchtherde für Produktion von Zuchtstieren in  Milchviehbetriebe und hochwertiges, günstiges Fleisch für die Direktvermarktung!  Alles andere rechnet sich für Intensivrassen nicht!!!  Die meisten Anfangsprobleme sind gelöst(z.B. Leichte Abkalbungen durch  verbesserte Haltung und Fütterung)!  Bei den weiblichen Rassentieren ist C3 Standart. Bei den Munis ist die  Fettigkeitsklasse das grosse Problem. Ich bin zuversichtlich dieses Problem auch  noch zu lösen! Für die Zukunft bin ich mit unserem Konzept sehr optimistisch.  © 2012 Volki Beef, all rights reseved nach Oben Geschichte